Zweite Photovoltaikanlage der Handelskammer in Betrieb genommen

Mit einer neuen PV-Anlage und der energetischen Sanierung der Schütting-Fenster hat die Handelskammer Bremen ihre CO2-Emissionen weiter deutlich reduziert.

Klimaschutz und Klimaanpassung sind Zukunftsaufgaben, die gerade im Nordwesten Deutschlands auch große wirtschaftliche Chancen bieten – unter anderem durch die hohe Verfügbarkeit von erneuerbaren Energien. Auch die Handelskammer Bremen hat sich auf den Weg gemacht, klimafreundlicher zu werden. Die neuesten erreichten Meilensteine sind dabei die Inbetriebnahme der zweiten Photovoltaikanlage und die Sanierung der Schütting-Fenster.

Fast 50 PV-Module auf dem Dach des Gebäudes Hinter dem Schütting decken mit einer Leistung von 20,5 Kilowatt-Peak (kWp) jetzt mehr als die Hälfte des jährlichen Strombedarfs im Gebäude und vermeiden pro Jahr rund 10 Tonnen CO₂. Die erste PV-Anlage der Handelskammer liefert bereits seit 2023 klimafreundlichen Strom vom Dach des Hauses Schütting.

„Wir machen unsere Handelskammer Schritt für Schritt klimafreundlicher“, sagte Handelskammer-Hauptgeschäftsführer Dr. Matthias Fonger anlässlich der Inbetriebnahme im Juli. Die Investitionen ermöglichen dabei auch eine dauerhafte Senkung der Betriebskosten. „Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit passen bei uns sehr gut zusammen“, so Dr. Fonger. Die Amortisationsdauer der PV-Anlagen liege bei neun Jahren.

Bei der Planung wurde die Landesdenkmalpflege eng eingebunden, um gleichzeitig dem Ensembleschutz gemeinsam mit dem Haus Schütting am Marktplatz gerecht zu werden und größtmögliche Leistung zu erreichen. „Wir zeigen, dass auch auf denkmalgeschützten Häusern PV-Anlagen installiert werden können“, hob Dr. Fonger hervor. „Es ist uns wichtig, hier als Vorreiter zu agieren.“ Umgesetzt wurden die Planung und Installation von den Bremer Unternehmen Adler Solar, Logos Bremen Ingenieur- und Planungsgesellschaft sowie Schulze Pampus Architekten.

Zahlreiche Einzelmaßnahmen umgesetzt

Vor fünf Jahren hatte das Handelskammer-Plenum den Beschluss gefasst, die Emissionen der Kammer bis Ende 2026 um 72 Prozent zu senken und die Einsparungen durch Treibhausgasbilanzen zu dokumentieren. Die Handelskammer verfolgt das Ziel mit zahlreichen Maßnahmen. Sie bezieht beispielsweise Ökostrom und Ökogas, setzt bei der Beleuchtung auf LED und hat auch ihre Heizungen optimiert. Darüber hinaus stellt sie ihren Fuhrpark schrittweise auf E-Fahrzeuge um.

Rechtzeitig zu den Feierlichkeiten am Tag der Deutschen Einheit wurde auch die energetische Restaurierung der Schütting-Fenster abgeschlossen, sodass die Gerüste abgebaut werden konnten. Die Verglasung der historischen Fenster wurde denkmal- und klimaschutzgerecht erneuert und restauriert.

„Wir begleiten die Wirtschaft in Bremen und Bremerhaven beim Klimaschutz und handeln selbst, um unseren Beitrag zu leisten“, betonte Dr. Fonger. „Das gilt auf den Dächern, im Fuhrpark, beim Energieverbrauch und in der täglichen Arbeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

Informationen zum Klimaschutz der Handelskammer:
handelskammer-magazin.de/klima

Bild oben:
Besichtigung der neuen Solaranlage (v.l.): Thomas Meyer (Logos Bremen Ingenieur- und Planungsgesellschaft mbH), Tobias Döpkens (Adler Solar GmbH), Sylvia Meyer-Baumgartner (Handelskammer Bremen), Arian Rösing (Logos Bremen Ingenieur- und Planungsgesellschaft mbH), Dr. Matthias Fonger (Handelskammer Bremen), Martin Pampus (Schulze Pampus Architekten BDA).
Foto: Karsten Klama