Zwischen weißer Wäsche und weißem Sport

Er war schon als Baby da, wo er heute arbeitet. „Damals habe ich immer im Kinderwagen neben der Mangel gestanden“, erzählt Moritz Stich. In dritter Generation führt der 42-Jährige die Wäscherei Max Stich GmbH, die in erster Linie Hotels zu ihren Kunden zählt. Und das tut er mit großer Freude, wie er sagt: „Ich mag vor allem die Vielseitigkeit und den Kontakt zu ganz vielen unterschiedlichen Menschen. Hier ist kein Tag wie der andere, das gefällt mir.“

Moritz Stich
42 Jahre
Wäscherei Max Stich GmbH
Geschäftsführer und Inhaber
110 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Auch wenn er in der Wäscherei groß geworden ist, fühlt es sich für ihn noch immer besonders an, den eigenen Namen außen am Gebäude zu lesen. Ein Name, den auch ein ehemaliger Weltklasse-Tennisspieler trägt. „Meine Mutter war früher Fan von Michael Stich“, erzählt Namensvetter Moritz Stich. „Ich fand eher Boris Becker toll.“ Ein kurzes Gastspiel auf dem Tennisplatz endete in seiner Jugend schnell wieder, weil er sich dann doch mehr für Fußball begeisterte.

Bis Corona kam. Mannschaftssport wurde während der Pandemie verboten – Tennis nicht. Und so nahm er zusammen mit einem Freund den Schläger wieder in die Hand. Seither steht er mindestens einmal die Woche beim TV Süd in Huchting auf dem Platz, wo er inzwischen auch für die zweite Ü40-Mannschaft antritt. Was ihn dabei besonders fasziniert: „Jeder Ballwechsel hat das Ziel, einen Punkt zu machen. Und wenn das nicht klappt, war es nur ein Punkt. Dann ist nicht gleich das ganze Match verloren.“

Für Stich ist der Tennissport damit eine Analogie zum Leben. „Und gleichzeitig kann man ganz viel fürs Berufsleben mitnehmen. Vor allem: Ehrgeiz, Dynamik und Gelassenheit.“ Gerade Letztere sei notwendig, wenn mal etwas nicht so gut laufe. „Beim Tennis lernt man, Dinge abzuhaken.“

Als Familienmensch und Vater von drei Kindern braucht es eine gute Abstimmung, um regelmäßig Zeit fürs Hobby freizumachen. „Das ist alles eine Frage der Organisation“, meint der 42-Jährige und zeigt auf den vollen Kalender in seinem Handy. Wichtig ist ihm, dass seine Frau dieselben Freiräume bekommt wie er. „Wir sprechen die Woche zusammen durch, dann klappt das schon“, sagt er. Tennis sei für ihn der Ausgleich zum stressigen Arbeitsalltag. „Die Familie ist mein sicherer Hafen.“

waescherei-stich.de