Die nachhaltigsten Geschäftsmodelle entstehen oft dort, wo Unternehmerinnen und Unternehmer ihre eigenen Probleme lösen. So auch bei der 1876 gegründeten Reederei Carl Bölken, die unter anderem Baumwolle aus Amerika importierte, teilweise aber Schwierigkeiten hatte, die Ladungen abzusichern.
Aus dieser Erfahrung heraus gründete sie ihr eigenes Versicherungsgeschäft, das in den folgenden Jahrzehnten florierte und den Reedereibetrieb verdrängte. In diesem Jahr feierte die Carl Bölken Söhne GmbH & Co. KG ihr 150-jähriges Bestehen, wobei auch die Eigentümerfamilie Kulla eine beeindruckende Historie aufweisen kann: „Wir sind seit über 100 Jahren selbstständig im Versicherungsgeschäft in Bremen tätig“, sagt Peer-Alexander Paul Kulla, der als Erster der Familie bei Bölken einstieg, dabei aber schon in die beruflichen Fußstapfen seines Vaters und Großvaters trat. Seit einigen Jahren leitet er das Unternehmen gemeinsam mit seinem Sohn Jan Paul Kulla. Seine Ehefrau Tanja Kulla steuert ebenfalls maßgeblich die Entwicklung des Unternehmens. Unterstützt werden die Familienunternehmer durch die Tochter Julia Repenning, die den medialen Auftritt gestaltet.
Diese Verwurzelung sehen die Kullas als Stärke im rauen Versicherungsmarkt, der aktuell von Fusionen geprägt ist. Auch Bölken hat vier separate Gesellschaften miteinander vereint, um stärker nach außen auftreten zu können. Rund 15 Mitarbeitende beschäftigen das Unternehmen insgesamt in den Bereichen Privatversicherung, private und betriebliche Altersvorsorge, Krankenversicherung, Gewerbeversicherung und Transportversicherung. Die Inhaber sehen den Schlüssel zum Erfolg jedoch weiterhin in den persönlichen Beziehungen. „Der Trend bestärkt uns auf unserem eigenen Weg: Wir sind regional verwurzelt, bedienen ganz Deutschland und sind auch im europäischen Ausland beratend tätig“, betont Jan Paul Kulla. „Wir sind ansprechbar und lösen Probleme für unsere Kunden.“
Bild oben:
Das Führungsteam: Jan, Peer und Tanja Kulla.
Foto: Sigrun Strangmann