Ganz im Viertel zuhause

Es gibt wohl kaum jemanden in Bremen, der Caesar im Viertel nicht kennt. Sogar ChatGPT hat schon von dem Traditionsgeschäft gehört: „Gestern war jemand hier, der eine Schmelzsicherung gekauft hat“, erzählt Geschäftsführerin Anne-Catherine Caesar. „Er hatte vorher ChatGPT gefragt, wo er die bekommen kann – und die KI hat uns als Geheimtipp bezeichnet und ihn direkt hergeschickt.“

Anne-Catherine Caesar
41 Jahre
Caesar HandelsGmbH
Geschäftsführerin und Inhaberin
8 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Es ist der Mix aus Haushaltswaren und Mini-Baumarkt, der das alteingesessene Fachgeschäft am Ostertorsteinweg so besonders macht. Und der auch dafür sorgt, dass die 41-jährige Chefin so viel Freude an ihrer Arbeit hat. Zu ihren Lieblingsbeschäftigungen gehört es, „schöne neue Sachen für Küche und Haushalt“ zu entdecken, wie sie sagt. Wie zuletzt den handlichen Multi-Zerkleinerer oder die faltbare Salatschleuder, die inzwischen auch in ihrer eigenen Küche einen festen Platz gefunden haben.

Als Unternehmerin und Mutter eines achtjährigen Sohns und einer vierjährigen Tochter bleibt für ausgefallene Hobbys keine Zeit. Nach Ladenschluss eine Runde um den Block joggen, zusammen mit ihrem Mann gemütlich kochen oder später am Abend bei einem guten Glas Wein einen Krimi lesen: Das ist alles, was sich Anne-Catherine Caesar an klassischen Freizeitbeschäftigungen gönnt. „Wenn ich mal Zeit habe, möchte ich die auch mit meinen Kindern verbringen“, sagt sie. „In ein paar Jahren sind die aus dem Gröbsten raus, dann wird das automatisch wieder anders.“

Und so ist das Thema Vereinbarkeit eines, das sie umtreibt. Nicht zuletzt deswegen nimmt sie regelmäßig an den Treffen des Unternehmerinnen-Netzwerks der Handelskammer teil: „Die anderen Frauen dort sind in ähnlichen Positionen und haben ähnliche Themen wie ich. Es ist sehr hilfreich zu hören, wie andere das machen. Und: dass andere das machen.“

Sich Zeit für Austausch nehmen, ist der 41-Jährigen trotz ihres eng getakteten Terminkalenders ein wichtiges Anliegen. Ebenso wie ihr Engagement für die Interessengemeinschaft „Das Viertel“, für die sie sich nach ihrer Zeit als Quartiersmanagerin heute als ehrenamtliches Vorstandsmitglied einsetzt. „Der Standort des Geschäfts und das Quartier sind ja eng miteinander verknüpft“, sagt sie. „Das bedeutet mir viel, denn ich bin hier groß geworden und habe viel Zeit hier verbracht.“