Die Folgen des Iran-Kriegs machen sich zurzeit bei vielen Menschen durch erhöhte Energie- und Fahrkosten bemerkbar. Auf der Überseeinsel lässt sich erleben, wie sich ein Stadtviertel von solchen geopolitischen Verwerfungen weitgehend unabhängig aufstellen kann: mit einer möglichst fossilfreien Energieversorgung und einem durchdachten Mobilitätskonzept.
„Ein Quartier dieser Größenordnung per Großwärmepumpen mit Flusswärmetauscher und Hilfe der Weser zu heizen und zu kühlen ist in Deutschland beispiellos“, teilt der Projektentwickler, die Denkmalstadt GmbH, mit. „Hier wird gezeigt, wie die Wärme- und Energiewende in Neubauquartieren nachhaltig und effizient vollbracht werden kann. Wir werden zwei Schwimmbäder und eine Eislaufbahn dadurch sehr günstig betreiben.“ Für den Verkehr innerhalb des Quartiers und mit benachbarten Vierteln werden die Verkehrsmittel Fahrrad und ÖPNV gefördert. Die Nähe von Wohnort und Arbeitsplatz sorgt insgesamt für ein geringeres Verkehrsaufkommen.
Zu den Highlights des neuen Viertels zählen auch drei Gebäude des Projekts „Stephanitor Süd“, die überwiegend in Holzbauweise errichtet werden. „Diese nachhaltige Bauweise ist in diesem Umfang deutschlandweit bemerkenswert, gilt als Vorbild für andere Projekte und vermittelt den auf der Baustelle tätigen Unternehmen wertvolle Erfahrungen im Umgang mit dem Baumaterial“, hebt die Denkmalstadt GmbH hervor. Ende 2026 soll darüber hinaus das Bürogebäude Grøn bezugsfertig sein, das mit besonderer Fassadenbegrünung, einem Dachgarten und integriertem Regenwasserspeicher ausgestattet wird. Das „Wohngewächshaus“ folgt 2027. Die Besonderheit: Die Abwärme aus den vom Kern aus beheizten Wohnungen kommt dem Pflanzenwachstum im Gewächshaus auf dem Dach zugute.
Insgesamt wird die Überseeinsel rund 3.000 neue Bewohnerinnen und Bewohner in Innenstadtnähe beherbergen und 3.500 Arbeitsplätze bieten, sodass die Denkmalstadt GmbH von einer erheblichen Strahlkraft in die benachbarten Quartiere ausgeht.