Am 2. und 3. Februar fand in Bremen das erste „Code Camp“ statt. In den Oster- und Sommerferien sollen weitere folgen.
Der Umgang mit Computern kann Spaß machen – nicht nur als Anwender, sondern auch als Programmierer von digitalen Welten und nützlichen Programmen. Diese Erfahrung machen Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 13 Jahren bei Code Camp, einem Konzept, das in Australien entwickelt wurde und nun seinen Weg über die Schweiz nach Bremen gefunden hat. Die erste lokale Ausgabe fand Anfang Februar beim IT-Bildungshaus, einer Abteilung der Team-Neusta-Tochter HEC, statt. Im Rahmen der zwei- bis dreitägigen Camps mit unterschiedlichen Schwerpunkten lernen Kinder beispielsweise, einfache Spiele zu programmieren, Ideen in Minecraft umzusetzen oder Video-Animationen zu erstellen.
Die Schütting-Stiftung hat den Start in Bremen unterstützt, weil das Konzept den niedrigschwelligen Einstieg in die Welt des Programmierens ermöglicht. Der erste Schritt glückte: Das Camp war mit 16 Kindern vollständig ausgebucht. Unternehmen können Code Camps auch für die Kinder ihrer Mitarbeitenden ausrichten, um den Eltern in den Ferien den Rücken freizuhalten und die Mitarbeiterbindung zu stärken.
Treibende Kraft beim Transfer der Code Camps war der gebürtige Bremer Hajo Thümen, der seit 1964 in der Schweiz lebt, aber weiterhin enge Kontakte in die Heimat unterhält. „Die Bildungsprobleme in Bremen brachten mich auf die Idee, ehrenamtlich mit meinem Netzwerk in Bremen das Programm von Code Camp über die Bremer Wirtschaft zu lancieren“, berichtet er. „In Zürich hat Code Camp großen Erfolg. Mehr als 4000 Kinder nehmen bereits jährlich daran teil.“
Die Schweizer Code-Camp-Organisation unterstützt die Aktivitäten mit Rat und Personal, denn für die Durchführung der Camps mit der speziellen Software werden geschulte Trainerinnen und Trainer benötigt. Als Tochtergesellschaft wurde in Bremen bereits die Code Camp Deutschland GmbH gegründet. Der Sportverein Bremen 1860 lockert die Camps mit sportlichen Angeboten auf und plant auch selbst die Ausrichtung von Ferienkursen.
Thümen betont, dass ihm das Sponsoring der Camps durch Unternehmen und Stiftungen besonders wichtig sei, wenn Familien sich die Teilnahme sonst nicht leisten können. Eltern können sich mit entsprechenden Anfragen an die Code-Camp-Organisation wenden. Allen Kindern bringe die Teilnahme ein professionelles Lernumfeld „mit Spiel und Sport und Vorbereitung für die schulische IT-Ausbildung“, so Thümen. Darüber hinaus erhielten sie lebenslangen Zugang zur Code Camp World, der Lernplattform der Code Camps.
Kontakt für Unternehmen und Interessierte:
Moe Bazooband
Tel. +41 77 424 62 30
moe.bazooband@codecampworld.ch
codecampworld.de