Im Januar jedes Jahres treffen sich die Mitglieder der Wittwenkasse sowie der Statutenkasse und Konvent der Handelskammer zur Januargesellschaft im Haus Schütting, dem traditionellen Jahresauftakt. In diesem Jahr nutzte Handelskammer-Präses André Grobien die Gelegenheit, um Politik und Wirtschaft zum gemeinschaftlichen Handeln aufzurufen.
„Politik sollte die Wirtschaft nicht als Gegner sehen, wir ringen gemeinsam um richtige Lösungen“, sagte er. „Nur auf sachlicher Ebene und mit der für die Zukunft unseres Landes erforderlichen Leidenschaft können wir gemeinsam erfolgreich sein. Wir brauchen endlich den richtigen Teamgeist.“
Er regte an, die Partnerschaft zwischen Wirtschaft und Politik neu zu definieren. Die Unternehmen brächten Innovation, Risikobereitschaft und Arbeitsplätze in eine solche Partnerschaft ein, sagte er. „Von der Politik erwarten wir klare Rahmenbedingungen, mehr Effizienz, mehr Digitalisierung und mehr Verlässlichkeit.“
Jahrhundertelange Tradition
Als eine der ältesten Tischgesellschaften der Welt geht der Brauch ursprünglich auf die „Große Kaufmannskost“ des Jahres 1549 zurück. Heute ist es eine Veranstaltung der 1774 gegründeten Wittwen- und Statutenkasse. Ihr ursprünglicher Zweck war einerseits die finanzielle Unterstützung Hinterbliebener von verstorbenen Plenarmitgliedern und andererseits die Finanzierung der Tischgesellschaften und anderer Veranstaltungen in der Handelskammer.
Die Januargesellschaft wird ausschließlich aus den Erträgen der Statutenkasse und Konvent finanziert und nicht aus dem Budget der Handelskammer. Zahlende Mitglieder der Kasse sind die amtierenden und früheren Mitglieder des Plenums der Handelskammer sowie die Syndici der Kammer.
Bild oben:
Präses André Grobien warb in seiner Ansprache am 12. Januar für eine bessere Partnerschaft zwischen Politik und Wirtschaft.
Foto: Jörg Sarbach