Im Oktober traten acht internationale Teams bei der ESA Space Resources Challenge 2025 in Köln gegeneinander an, um ihre innovativen Weltraumanwendungen zu testen, darunter auch das Team Bremen.
Mitarbeitende des DLR-Instituts für Raumfahrtsysteme und des DFKI Robotics Innovation Center hatten – unterstützt von Forschenden der Arbeitsgruppe Robotik der Universität Bremen – Technologien für die Aufbereitung von Mondstaub (Regolith) entwickelt. Aus Regolith können zum Beispiel Sauerstoff und Baumaterialien direkt vor Ort auf dem Mond gewonnen werden.
Das Team Bremen entwickelte ein modulares System, bestehend aus dem mobilen Rover „Coyote III“, der das Regolith sammelt und zu einer stationären Aufbereitungseinheit bringt. Dort wird es nach Größe sortiert und für die weitere Verarbeitung vorbereitet. „Unser System hat sehr gut funktioniert und wir sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen“, zog Dr. Paul Zabel, Projektleiter am DLR-Institut für Raumfahrtsysteme, im Anschluss eine positive Bilanz. Dr. Mehmed Yüksel vom DFKI Robotics Innovation Center ergänzte: „Robotik ist der Schlüssel, um Menschen im All zu entlasten. Mit unserem Rover Coyote III konnten wir demonstrieren, wie ein mechanisch robuster, geländegängiger und modular erweiterbarer Roboter zuverlässig Daten sammelt, auswertet und sich sicher und effizient auf mondähnlichem Terrain bewegen kann.“ Die Gewinner des Wettbewerbs, die Ende November gekürt werden sollten, erhalten 500.000 Euro für weitere Forschungsarbeiten.
Nicht nur auf dem Mond, sondern auch auf dem Mars sollen in Zukunft Robotertechnologien aus Bremen die Grundlagen für dauerhaftes menschliches Leben schaffen. Das bundesweite Forschungsprojekt Vamex, das vom Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik (TZI) der Universität Bremen koordiniert wird, entwickelt einen Schwarm autonomer Roboter, der die Täler und Höhlen des Planeten gemeinsam erforschen soll. Das hochkomplexe Zusammenspiel der unterschiedlichen Technologien wurde jetzt erfolgreich in einem Steinbruch getestet.
Bei dem Feldtest setzten die beteiligten Forschungseinrichtungen insgesamt 14 Roboter ein, darunter auch besonders geländegängige Modelle des Bremer DFKI. An Vamex sind drei Arbeitsgruppen der Universität Bremen beteiligt. Sie entwickeln unter anderem einen digitalen Zwilling der Marsoberfläche, in dem das Zusammenspiel der Roboter virtuell getestet werden kann, ein Navigationssystem für den Mars und ein Missionskontrolltool.
Bild oben:
Roboter sollen künftig in den Canyons des Mars autonom nach Spuren von Wasser suchen.
Foto: NASA